Schlossgarten

Historischer

Naturnahes Siedlungsgrün

für Mensch, Klima & Artenvielfalt

Informativ, spannend, digital: Im Donzdorfer Schlossgarten wird das Smartphone zum Naturguide. Während eines gemütlichen Streifzugs kann die Schönheit des Parks auf völlig neue Weise entdeckt und dabei Spannendes zur Geschichte des Schlossgartens sowie über den hohen Wert naturnaher Gartenanlagen für Mensch, Klimaschutz und Biodiversität erfahren werden. Dazu gibt es Tipps für den eigenen Garten.

An insgesamt zehn Standorten sind Holzpflöcke positioniert, die mit der QR-Tafel NATUR IN DER STADT – STADT DER NATUR versehen sind. Beim Scannen des QR-Codes öffnen sich Artensteckbriefe, Soundfiles sowie Bilder, welche Perspektiven zeigen, die zum Schlosspark ganz selbstverständlich dazugehören, oftmals jedoch verborgen bleiben.

Startpunkt

Am seitlichen Eingang zum Schlosspark – an der Pergola im Schlossinnenhof – befindet sich eine Tafel, die einen kompakten Überblick über die Standorte der zehn QR-Stationen bietet.

Entdecken

Im Schlosspark warten zehn QR-Stationen darauf, entdeckt zu werden. Richten Sie einfach die Kamera Ihres Smartphones auf den QR-Code und erfahren Sie Spannendes über den Lebensraum Siedlungsgrün mit seinen vielfältigen Bewohnern.

Hinweis

Der Rundgang durch den Schlosspark ist ganzjährig weitgehend barrierefrei und auch mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen gut begehbar. Im Winter können jedoch einzelne Wege oder Stationen witterungsbedingt eingeschränkt zugänglich sein.

Schloss Donzdorf

Vom Herrschaftssitz zum Verwaltungszentrum

Das im Renaissancestil erbaute Schloss bildet mit dem historischen Schlossgarten den Stadtmittelpunkt von Donzdorf und blickt auf eine lange Geschichte zurück.

Altes Schloss
  • Das längs der Kirche gelegene „Alte Schloss“ wurde bereits um 1478 durch die Herren von Rechberg erbaut.
  • Lange Zeit waren das alte und neue Schloss baulich voneinander getrennt. 
Neues Schloss
  • Das dreigeschossige „Neue Schloss“ mit seinen vier achteckigen Türmen wurde 1568 von Hans von Rechberg zu Illeraichen und Rechberghausen erbaut.
  • Im Laufe der Zeit folgten mehrere Umbauten. 
Schlossmittelbau
  • Er verbindet seit dem 19. Jahrhundert das neue und alte Schloss miteinander.
  • Hier befindet sich auch der heute für festliche Anlässe (Konzerte, Hochzeiten usw.) genutzte „Rote Saal“, der aufwändig restauriert wurde. 
Marstall
  • Das große Marstallgebäude begrenzt nach Osten das Donzdorfer Schlossensemble.
  • Es wurde bis in die 2. Hälfte des 20. Jahrhundert überwiegend zur Pferdehaltung genutzt. 
Jüngere Geschichte 
  • Bis 1987 war das Donzdorfer Schloss Sitz der Grafen von Rechberg und Rothenlöwen, danach ging es an die Stadt Donzdorf über.
  • Nach umfangreicher Sanierung zog 1995 die Stadtverwaltung ein.
  • Heute beherbergt das Schlossareal zudem Musikschule, Kindergarten, Feuerwehrmagazin und ein Restaurant.

Schlossgarten

Lebender Zeuge der Gartengeschichte

An das Schloss schließt unmittelbar südlich der denkmalgeschützte, rund vier Hektar große Schlossgarten an. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich der Schlossgarten stilistisch vom Barockgarten hin zum englischen Landschaftsgarten entwickelt. Im Frühjahr leuchtende Frühblüherwiesen, üppige Stauden- und Rosenbeete, romantisch-verträumte Winkel und eine wertvolle Gehölzsammlung machen die Anlage zu einem beliebten Ausflugsziel für Erholungssuchende und Gartenfreunde.

Name
  • Der Name „Schlossgarten“ wird erstmals 1685 in einer Rechnung erwähnt. 
Chronologie
  • 1764 begann Carl von Schell mit der Gartengestaltung im französisch-geometrischen Stil.
  • 1771 entstand der barocke Grundriss, dessen symmetrische Wegführung bis heute erkennbar ist.
  • Ab 1812 überarbeitete Christoph Illing die Anlage zum englischen Landschaftsgarten; die Umgestaltung dauerte bis ins frühe 20. Jahrhundert.
  • 1924 entstand schließlich der heutige Schlossteich.
Jüngere Geschichte 
  • Nach dem Erwerb durch die Stadt Donzdorf wurde der Schlossgarten 1992 wieder für die Bevölkerung zugänglich gemacht.
  • Vom Jahr 2000 bis heute: Abschnittsweise Restaurierung der Parkanlage auf Grundlage von Entwürfen der Landschaftsarchitekten Armin Hauenstein und Bettina Jaugstetter (westliche Parkpartie). 
Wasser
  • Seit jeher spielt das Thema Wasser eine wichtige Rolle im Schlossgarten.
  • So wird der Park bis heute über eine historische Wasserfassung im Tal von Unterweckerstell mit Eigenwasser versorgt.
  • In der Vergangenheit wurde das Gestaltungselement Wasser noch weit intensiver inszeniert als heute. Dokumente von 1789 berichten etwa von langen Bassins entlang der Hauptwege, die jeweils mit bis zu 20 Fontänen ausstaffiert waren. 

Gräfin von Rechberg, A.: Der Donzdorfer Schlossgarten - Ein Beitrag zu seiner Entwicklung; Diplomarbeit, FH Weihenstephan, 1981.
Stadt Donzdorf (Hrsg.): Heimatbuch Donzdorf 1976; Donzdorf, 1976.