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Blumenwiesen sind Lebensräume aus Menschenhand. Entstanden durch jahrhundertelange landwirtschaftliche Nutzung, haben sich einzigartige Lebensräume entwickelt, die unzähligen Tier- und Pflanzenarten Nahrung und Lebensraum bieten.
Viele wiesenbewohnende Insektenarten sind wichtige Bestäuber unserer Kulturpflanzen und damit unersetzliche Helfer bei der Sicherung unserer Ernährung.
Blütenbunte Wiesen sind heute leider selten geworden. Besonders die direkt mit unserem Konsumverhalten zusammenhängende Intensivierung der Landwirtschaft hat maßgeblich zu ihrem Rückgang beigetragen. Mit den Wiesenblumen sind auch früher häufige Insekten wie etwa Schwalbenschwanz, Gartenhummel oder Junikäfer vielerorts selten geworden.
Als Beitrag zur Klimaanpassung, zur Förderung der Artenvielfalt und zur Verbesserung der Lebensqualität im Siedlungsraum hat die Stadt Donzdorf bereits im Jahr 2003 damit begonnen, bisher eintönige Rasenflächen in üppige Blumenwiesen umzuwandeln. Zugleich wurde die Mahdhäufigkeit der Rasenflächen zugunsten von Wildbienen & Co. wo möglich reduziert. Über 20 ha artenreicher Blumenwiesen sind so bis heute neu entstanden. 2021 wurde die Initiative mit der „Goldenen Wildbiene“ des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg ausgezeichnet.
Blumenwiesen oder Blumenrasen sind pflegeleichte und kostengünstige Alternativen zum Einheitsrasen in unseren Gärten und bieten ganz nebenbei reichlich Gelegenheit zu spannenden Naturbeobachtungen direkt vor der Haustür.
Rieger-Hofmann GmbH
www.rieger-hofmann.de
Wichtig! Im ersten Jahr keimen neben den angesäten Wiesenblumen schnell zahlreiche Beikräuter aus dem natürlichen Saatgutvorrat des Bodens. Diese machen den langsameren Kräutern und Blumen Konkurrenz. Deshalb unbedingt im ersten Jahr mindestens einen (oder mehrere) „Schröpfschnitte“ durchführen. Dabei Mähgut unbedingt abräumen.
Hutter, C.-P. (Hrsg.), Briemle, G., Fink, C.: Wiesen, Weiden und anderes Grünland: Biotope erkennen, bestimmen, schützen; Stuttgart, Wien, Weitbrecht, 1993.