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Wenn im Herbst der Laubfall beginnt, ist für viele die Zeit für den alljährlichen Gartenputz gekommen. Damit alles schön ordentlich ist, werden dürre Äste beseitigt und buntes Laub vom empfindlichen Rasen entfernt. Beginnt dann im Frühjahr der Rasen zu sprießen, geht es nur allzu oft dem lästigen Moos an den Kragen. Schließlich wollen wir ja einen Rasen- und keinen Moosteppich im Garten haben.
Dabei bieten Laub, Totholz und Moos nicht nur Lebensraum für unzählige Tierarten, sie sind auch wertvolle Ressourcen, deren positive Wirkungen wir im Hausgarten völlig kostenlos nutzen können.
Mit dem Herbstlaub werfen unsere Gehölze immer auch einen Teil der Nährstoffe ab, die sie während des Jahres aufgenommen bzw. gebildet haben. Laub ist damit ein wertvoller Dünger, der im Gegensatz zu manchem Kompost völlig „unkrautfrei“ ist. Als Mulchschicht schützt es zudem den Boden vor Austrocknung und hilft damit beim Wassersparen.
In den meisten Gärten lässt sich auch ein Plätzchen für einen kleinen Totholzstapel oder Reisighaufen finden. An windgeschützter Stelle aufgehäuft kann er dem Igel als Winterschlafappartement dienen. Aber auch anderen Insekten- und Schneckenjägern wie etwa der Spitzmaus, Steinkriecher oder Lederlaufkäfer profitieren von den preiswerten Kleinbiotopen.
Moose wachsen im Garten nur dort gut, wo das Licht für Gräser und andere Pflanzenarten nicht ausreicht. Sie bilden dort ganz ohne unser Zutun üppig grüne Matten, die nicht gemäht werden müssen und zugleich als hochwirksamer Wasserspeicher wirken. Daneben beherbergen die filigranen Schönheiten einen faszinierenden Mikrokosmos an Kleinstlebewesen, die allesamt wichtige Aufgaben im Netzwerk der Natur erfüllen.
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